Kollagen ist das häufigste Protein im menschlichen Körper. Es spielt eine grundlegende Rolle für die Gewebestruktur, die Hautfestigkeit, die Gelenkgesundheit und vieles mehr. Es ist in Knochen, Muskeln, Sehnen, Bändern und der Haut vorhanden und wird oft als "Klebstoff des Körpers" bezeichnet – übrigens kommt das Wort "Kollagen" vom griechischen kolla, was Klebstoff bedeutet.
Ein essenzielles Strukturprotein
Kollagen gehört zur Familie der Faserproteine. Es macht fast 30 % der gesamten Proteine im menschlichen Körper aus und ist in Haut, Knorpel, Blutgefäßen, Zähnen, Hornhaut, Knochen und Bindegeweben zu finden. Es sorgt für die mechanische Festigkeit, Elastizität und den Zusammenhalt dieser Strukturen.
Es werden verschiedene Arten von Kollagen unterschieden, die bekanntesten sind:
- Kollagen Typ I, hauptsächlich in Haut, Sehnen und Knochen
- Typ II, in Knorpeln vorhanden
- Typ III, in inneren Organen und Blutgefäßen
Eine Produktion, die mit dem Alter abnimmt
Der Körper produziert Kollagen auf natürliche Weise, aber seine Synthese nimmt bereits ab dem zwanzigsten Lebensjahr ab und sinkt nach dem 40. Lebensjahr noch stärker. Das Ergebnis: Verlust der Hautfestigkeit, Auftreten von Falten, Gelenkschmerzen, Verlangsamung der Muskelerholung usw.
Dieser Rückgang wird auch durch Faktoren beschleunigt wie:
- Eine unausgewogene Ernährung, arm an Aminosäuren und Antioxidantien
- Übermäßige UV-Exposition
- Oxidativer Stress und Umweltverschmutzung
- Übermäßiger Zuckerkonsum, der die Kollagenfasern versteift
Kollagen in Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln
Kollagen findet sich in Knochenbrühen, Tierhäuten, Fisch oder bestimmten Gelatinen. Doch in der modernen Ernährung sind die Mengen oft unzureichend. Deshalb hat sich die Ergänzung mit Kollagenpeptiden (hydrolysiert) entwickelt.
Hydrolysierte Kollagene (Kollagenpeptide) werden in kleine Aminosäuren vorverdaut, um ihre Aufnahme zu verbessern. Diese Peptide, insbesondere aus marinem oder bovinem Kollagen, werden heute wegen ihrer positiven Wirkungen auf Haut, Gelenke und Muskelmasse erforscht.
Was macht ein gutes Kollagenpräparat aus?
- Es enthält hydrolysierte Kollagenpeptide, die leichter aufgenommen werden können.
- Es kann mit Vitamin C angereichert sein, das die endogene Kollagensynthese stimuliert.
- Der Kollagentyp muss dem Ziel entsprechen (Typ I für die Haut, Typ II für die Gelenke).
- Idealerweise ist es frei von Zusatzstoffen, nicht denaturiert und von nachvollziehbarer Herkunft (bovin, marin usw.).
Welche Vorteile kann man von Kollagen erwarten?
Wissenschaftliche Studien bestätigen mehrere positive Effekte, insbesondere auf
Die Haut: Verbesserung der Elastizität, Hydratation und Faltenreduktion【1】
Die Gelenke: Verringerung von Schmerzen und Verbesserung der Beweglichkeit【2】
Die Muskelmasse: Hilft, die Muskelkraft bei Sarkopenie zu erhalten【3】
Sehnen und Bänder: Verbesserung der Widerstandsfähigkeit und Erholung【4】
Fazit
Kollagen ist ein Schlüsselprotein für die Struktur und Widerstandsfähigkeit des Körpers, insbesondere in Haut, Gelenken und Muskeln. Seine natürliche Produktion nimmt mit dem Alter ab, was das wachsende Interesse an einer angepassten Supplementierung, insbesondere in Form von hydrolysierten Peptiden, erklärt.
Wissenschaftliche Referenzen
【1】Proksch E. et al., „Oral supplementation of specific collagen peptides has beneficial effects on human skin physiology: a double-blind, placebo-controlled study,“ Skin Pharmacol Physiol, 2014. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23949208/
【2】Clark KL et al., „24-Week study on the use of collagen hydrolysate as a dietary supplement in athletes with activity-related joint pain,“ Curr Med Res Opin, 2008. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18416885/
【3】Zdzieblik D. et al., „Collagen peptide supplementation in combination with resistance training improves body composition and increases muscle strength in elderly sarcopenic men,“ Br J Nutr, 2015. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25648579/
【4】Baar K., „Minireview: collagen and lysyl oxidase in sports-related tendon and ligament injuries,“ J Musculoskelet Neuronal Interact, 2005. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16150551/
【5】König D. et al., „Specific collagen peptides improve bone mineral density and bone markers in postmenopausal women—a randomized controlled study,“ Nutrients, 2018. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29337906/