Ungewöhnliche Müdigkeit, Motivationsverlust, veränderte körperliche Empfindungen… Das prämenstruelle Syndrom (PMS) kann die Art und Weise beeinflussen, wie Sie Ihr Training erleben.
Sollten Sie das Training in dieser Zeit trotzdem einstellen? Nicht unbedingt. Es geht vielmehr darum zu lernen, das Training an die eigenen Empfindungen anzupassen, ohne sich schuldig zu fühlen oder sich unnötig zu bremsen.
Warum beeinflusst PMS die Energie?
PMS entspricht einer Phase des Menstruationszyklus, in der bestimmte hormonelle Schwankungen Energie, Stimmung und körperliche Empfindungen beeinflussen können.
Diese Zeit kann von ausgeprägterer Müdigkeit, erhöhter Empfindlichkeit oder Motivationsverlust begleitet sein.
Diese Schwankungen sind normal, können aber die Anstrengungswahrnehmung verändern und bestimmte Trainingseinheiten schwieriger machen.
Müdigkeit und Leistung: Was sich wirklich ändert
Die Müdigkeit, die während des PMS empfunden wird, ist nicht nur körperlich. Sie kann auch mental sein, mit schwankender Motivation und einer geringeren Toleranz gegenüber Anstrengung.
Das bedeutet nicht unbedingt einen tatsächlichen Rückgang Ihrer Leistungsfähigkeit, sondern eher eine Veränderung der Empfindungen.
Das Ergebnis: Üblicherweise zugängliche Trainingseinheiten können anspruchsvoller erscheinen.
Training anpassen, ohne alles zu stoppen
Ziel ist es nicht, das Training einzustellen, sondern es anzupassen.
Eine leichte Reduzierung der Intensität, die Bevorzugung technischerer oder bewegungsorientierter Trainingseinheiten oder eine Verkürzung der Dauer können ausreichen, um eine Routine aufrechtzuerhalten.
Regelmäßigkeit ist wichtiger als punktuelle Leistung.
Sich anzupassen, anstatt zu erzwingen, ermöglicht es, langfristig Fortschritte zu machen.
Die Rolle der Erholung
In dieser Zeit gewinnt die Erholung noch mehr an Bedeutung.
Schlaf, Stressmanagement und Ruhezeiten beeinflussen direkt die Fähigkeit, das Training zu verkraften.
Bessere Erholung ermöglicht oft eine bessere Toleranz der Anstrengung, selbst in Zeiten der Müdigkeit.
Ernährung und Energiemanagement
Die Ernährung spielt eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung von Müdigkeit. Eine ausreichende Zufuhr von Energie und Nährstoffen hilft, zu große Schwankungen zu begrenzen.
Eine regelmäßige Zufuhr von Proteinen, Kohlenhydraten und Mikronährstoffen trägt dazu bei, die Energie über den Tag hinweg zu stabilisieren.
Einige einfache Anpassungen können helfen, diese Phase besser zu erleben, ohne die gesamte Routine umzukrempeln.
Die Wahrnehmung der Leistung ändern
Eine der Fallen ist es, seine Leistungen zu beurteilen, ohne den Kontext zu berücksichtigen.
Einen Trainingseinheit in Topform mit einer Trainingseinheit während des PMS zu vergleichen, ist sinnlos.
Die Leistung muss in einen globalen Kontext gestellt werden und nicht nur auf eine einzelne Trainingseinheit.
Dieser Ansatz reduziert Frustration und erhält die Motivation.
Eine flexiblere Routine aufbauen
Eine zu starre Routine kann schwierig zu befolgen sein, wenn die Empfindungen variieren.
Flexibilität ermöglicht es, das Training an den aktuellen Zustand anzupassen.
Sich anzupassen bedeutet nicht zurückzugehen, sondern im Gegenteil, eine nachhaltigere Praxis aufzubauen.
Was man sich merken sollte
PMS kann Müdigkeit und Empfindungen während des Trainings beeinflussen, sollte aber kein Hindernis für die Ausübung sein.
Durch Anpassung der Intensität, Optimierung der Erholung und Akzeptanz von Schwankungen ist es möglich, eine effektive Routine aufrechtzuerhalten.
Das Wesentliche bleiben Regelmäßigkeit und das Hören auf die eigenen Empfindungen, um langfristig Fortschritte zu machen.