Vitamin K, benannt nach dem deutschen Wort „Koagulation“, ist von Geburt an für das reibungslose Funktionieren des Körpers unerlässlich. Seine Vorteile sind vielfältig, sowohl im Alltag als auch im Sport. Ein Mangel an diesem Vitamin kann sogar tödlich sein.
Was ist Vitamin K und warum ist eine Nahrungsergänzung sinnvoll? Nutrimuscle verrät Ihnen alles, was Sie über dieses Vitamin wissen müssen.
Was ist Vitamin K?
Vitamin K ist ein essenzielles Vitamin, das in verschiedenen Formen vorkommt: K1, K2 und K3. Sie bilden eine Gruppe fettlöslicher Vitamine und gehören zur Familie der Chinone.
Vitamin K1 ist pflanzlichen Ursprungs. Es ist am Gerinnungsprozess beteiligt, wovon es seinen Namen hat. Zu den Lebensmitteln, die reich an Vitamin K1 sind, gehören grünes Gemüse (Spinat, Brokkoli, Spargel), Algen, Rapsöl und Sojaöl.
Die Form K2 ist tierischen Ursprungs: Sie wird von Bakterien im Darm von Säugetieren synthetisiert. Diese Form erregt erst seit einem Jahrzehnt die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler, aufgrund ihrer Wirkung auf die Knochenmineralisierung und das Herz-Kreislauf-System. Sie ist auch in Milchprodukten (Milch, Käse, Joghurt) und Leber enthalten.
Vitamin K3 ist synthetischen Ursprungs und wurde in der pharmazeutischen Industrie in den Vereinigten Staaten verboten. Seine Besonderheit ist, dass es dreimal wirksamer ist als seine beiden Gegenstücke. Es wird jedoch aufgrund von Nebenwirkungen wie hämolytischer Anämie, Übelkeit oder Kopfschmerzen nicht mehr in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet. Seine Verwendung bleibt in der Veterinärmedizin und als Zusatz zur Fütterung von Nutztieren bestehen. Manchmal findet man es in der Ernährung von Menschen in Hungersnöten oder in unterernährten Bevölkerungsgruppen.
Bedarf an Vitamin K
Laut ANSES stellen sich die Referenzwerte für Vitamin K1 wie folgt dar:
- Säuglinge unter 6 Monaten: 5 µg/Tag
- Säuglinge über 6 Monaten: 10 µg/Tag
- Kinder von 1 bis 3 Jahren: 29 µg/Tag
- Kinder von 4 bis 6 Jahren: 42 µg/Tag
- Kinder von 7 bis 10 Jahren und Jugendliche von 10 bis 17 Jahren: 45 µg/Tag
- Ab 18 Jahren, schwangere und stillende Frauen: 79 µg/Tag
Es ist schwierig, Vitamin-K-Mängel in der Bevölkerung zu bestimmen, aber sie könnten 30 bis 70 % der Menschen betreffen. Die am stärksten von einem Vitamin-K-Mangel betroffenen Bevölkerungsgruppen sind Kinder und Erwachsene über 40 Jahre. Menschen, die keine tierischen Produkte konsumieren, und Menschen, die an Zöliakie leiden, haben ebenfalls einen höheren Vitamin-K-Bedarf als der Durchschnitt. Dies sind jedoch auch die Bevölkerungsgruppen, die dieses Vitamin am besten aufnehmen.
Welche Vorteile hat Vitamin K?
Vitamin K hat in all seinen Formen zahlreiche Vorteile.
Zunächst schützt Vitamin K die Knochengesundheit. Es gewährleistet die Festigkeit der Knochenmineraldichte, die für die Entwicklung des menschlichen Körpers unerlässlich ist. Es hilft, die Verkalkung der Arterien zu bekämpfen, indem es den Transport von Kalzium zu den Knochengeweben unterstützt. Eine ausreichende Zufuhr von Vitamin K ermöglicht die Erneuerung des Knochengewebes und beugt damit verbundenen Krankheiten wie Osteoporose vor.
Es schützt auch die Zahngesundheit, da Zähne Knochen sind. Durch die Unterstützung von Osteocalcin, einem Protein, das für die Verkalkung der Knochen verantwortlich ist, trägt Vitamin K zum Wachstum des Dentins (des verkalkten Gewebes der Zähne) und zur Reparatur der Zahnpulpa bei. Es beugt Zahnproblemen vor und reguliert Entzündungsphänomene in diesem Bereich.
Dieses Vitamin ist auch sehr wichtig für die Blutgerinnung, wovon es seinen Namen hat. Es hat eine hämostatische Rolle, das heißt, es beugt Blutungen vor. Darüber hinaus ist Vitamin K für seine heilenden Eigenschaften bekannt. Es ermöglicht die Synthese von Prothrombin und aktiviert die Gerinnungsfaktoren II, VII, IX, X sowie die Proteine S, C und Z. Diese Gerinnungsfaktoren können inaktiv bleiben, wenn nicht genügend Vitamin K vorhanden ist, und zu einer schlechten Gerinnung oder Wundheilung führen.
Vitamin K schützt das Herz-Kreislauf-System und beugt Herzkrankheiten vor. Es könnte auch die Atherosklerose verlangsamen, ein Phänomen, das mit einer Ansammlung von Cholesterin und Kalk in den Arterien verbunden ist. Zusammen bilden sie atherosklerotische Plaques, die die Arterien auskleiden und das Herz beeinträchtigen können. Wissenschaftliche Studien haben kürzlich gezeigt, dass ein Vitamin-K-Mangel die arterielle Verkalkung fördert und dass eine Supplementierung dieses Vitamins die Gesundheit der Arterien gewährleistet.
Welche Vorteile hat Vitamin K für den Sport?
Sportler haben ein großes Interesse daran, Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, insbesondere Vitamin K2. Denn Menachinon (oder Vitamin K2) ist zwar in der Nahrung enthalten, aber die Mengen sind zu gering, um eine optimale Zufuhr zu gewährleisten.
Beim Krafttraining erhöhen Kraftübungen langfristig die Arteriensteifigkeit. Um Blutungen durch "Überspannungen" zu vermeiden, verstärken sich die Arterienwände und verlieren an Flexibilität. Diese Reaktion ist normal, aber bei Verkalkung kann sie gefährlich werden und zu Herzkomplikationen führen.
Beim Joggen können Mikroblutungen aufgrund des Aufpralls der Eingeweide während des Trainings auftreten. Ein Vitamin-K-Mangel kann in den schwersten Fällen zu Anämie oder sogar Rektorrhagie führen.
Die Supplementierung mit Vitamin K2 ist ideal bei kontinuierlicher Einnahme. So beugt sie der Herz-Kreislauf-Gesundheit des Sportlers vor, indem sie die Verkalkung bekämpft.