Wenn die Periode einsetzt, fragen sich viele Sportlerinnen, ob sie ihr Training anpassen sollen. Manche fühlen sich müder, andere bemerken kaum Unterschiede, während wieder andere genau wie im Rest des Monats weiter trainieren.
Eine Frage taucht oft auf: Sollte man während der Periode Herz-Kreislauf-Training oder Krafttraining bevorzugen?
In Wirklichkeit gibt es keine universelle Antwort. Die Wahl hängt hauptsächlich von den empfundenen Symptomen, dem Energieniveau und den individuellen Vorlieben ab.
Das Ziel ist nicht, eine Methode zu finden, die für alle Frauen funktioniert, sondern zu verstehen, wie man sein Training intelligent anpasst, wenn es notwendig wird.
- Beeinflusst die Periode die Leistung?
- Warum die Empfindungen von Frau zu Frau so unterschiedlich sind
- Die Vorteile von Krafttraining während der Periode
- Die Vorteile von Cardio während der Periode
- Wann Krafttraining bevorzugt werden sollte
- Wann Cardio bevorzugt werden sollte
- Sollte man die Intensität reduzieren?
- Auf die Empfindungen hören statt auf den Kalender
- Die Bedeutung der Erholung
- Das Wichtigste in Kürze
Beeinflusst die Periode die Leistung?
Aktuelle Forschungen zeigen, dass der Einfluss der Periode auf die sportliche Leistung von Person zu Person stark variiert.
Manche Frauen stellen fest:
- Einen Energieabfall
- Unterleibskrämpfe
- Rückenschmerzen
- Ein verstärktes Müdigkeitsgefühl
Andere trainieren weiterhin normal, ohne nennenswerte Unterschiede zu spüren.
Diese große Variabilität erklärt, warum es schwierig ist, allgemeingültige Regeln aufzustellen, die für alle Sportlerinnen gelten.
Warum die Empfindungen von Frau zu Frau so unterschiedlich sind
Die Menstruation geht mit hormonellen Veränderungen einher, die beeinflussen können:
- Das Energieniveau
- Die Motivation
- Die Erholung
- Das körperliche Wohlbefinden
Die Intensität dieser Effekte ist jedoch sehr individuell.
Zwei Frauen mit dem gleichen Training können ihre Periode völlig unterschiedlich erleben.
Die Vorteile von Krafttraining während der Periode
Entgegen mancher gängiger Meinung ist Krafttraining während der Periode nicht kontraindiziert.
Wenn die Symptome moderat bleiben, ermöglicht es:
- Die Trainingsgewohnheiten beizubehalten
- Den Fortschritt zu erhalten
- Die Muskelmasse zu erhalten
- Die Kraft zu erhalten
Viele Frauen berichten sogar, dass sie sich während dieser Zeit durchaus in der Lage fühlen, ihre gewohnten Trainingseinheiten zu absolvieren.
Wenn Energie vorhanden ist, gibt es normalerweise keinen Grund, Krafttraining systematisch zu streichen.
Die Vorteile von Cardio während der Periode
Cardio kann ebenfalls eine interessante Option sein, besonders wenn Müdigkeit oder Schmerzen Krafttrainingseinheiten weniger angenehm machen.
Moderate Herz-Kreislauf-Aktivität kann dazu beitragen:
- Die Durchblutung zu fördern
- Das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern
- Bestimmte Unannehmlichkeiten zu reduzieren
- Regelmäßige körperliche Aktivität aufrechtzuerhalten
Schnelles Gehen, Radfahren oder leichtes Joggen werden oft gut vertragen, wenn die Intensität an das aktuelle Empfinden angepasst ist.
Wann Krafttraining bevorzugt werden sollte
Krafttraining kann besonders sinnvoll sein, wenn:
- Schmerzen gering oder nicht vorhanden sind
- Das Energieniveau zufriedenstellend ist
- Die Leistung stabil bleibt
- Die Motivation vorhanden ist
In diesen Situationen kann es durchaus möglich sein, das gewohnte Programm beizubehalten.
Es ist nicht notwendig, das Training systematisch anzupassen, nur weil die Periode begonnen hat.
Wann Cardio bevorzugt werden sollte
Cardio kann eine interessante Alternative sein, wenn die Symptome Krafttrainingseinheiten erschweren.
Zum Beispiel bei:
- Starker Müdigkeit
- Ausgeprägten Krämpfen
- Schweregefühl
- Vorübergehendem Energiemangel
Eine leichtere Trainingseinheit ermöglicht es dann, aktiv zu bleiben und gleichzeitig die aktuellen Kapazitäten besser zu berücksichtigen.
Das Ziel ist es, sich zu bewegen, ohne den bereits beanspruchten Organismus übermäßig zu belasten.
Sollte man die Intensität reduzieren?
Nicht unbedingt.
Wenn die Empfindungen gut sind, können manche Frauen normal weiter trainieren.
Wenn die Symptome jedoch stärker ausgeprägt sind, kann es sinnvoll sein:
- Die Gewichte leicht zu reduzieren
- Das Trainingsvolumen zu verringern
- Die Erholungszeiten zu verlängern
- Eine kürzere Trainingseinheit zu wählen
Diese vorübergehende Anpassung hat in der Regel keine negativen Auswirkungen auf die langfristigen Ergebnisse.
Auf die Empfindungen hören statt auf den Kalender
Die Hauptfalle besteht oft darin, jeden Monat die gleiche Regel anwenden zu wollen. Doch die Symptome können von Zyklus zu Zyklus variieren.
Ein sinnvollerer Ansatz besteht darin, zu beobachten:
- Das Energieniveau
- Die Motivation
- Die Erholung
- Das körperliche Wohlbefinden
Der Körper liefert in der Regel viele nützliche Informationen, um das Training entsprechend anzupassen.
Die Bedeutung der Erholung
Unabhängig von der gewählten Aktivität bleibt die Erholung unerlässlich.
Während der Periode kann es besonders wichtig sein, auf Folgendes zu achten:
- Die Schlafqualität
- Die Hydratation
- Die Proteinzufuhr
- Das allgemeine Ernährungsgleichgewicht
Diese Faktoren beeinflussen die Empfindungen oft stärker als die Wahl zwischen Cardio und Krafttraining.
Das Wichtigste in Kürze
Es gibt keine ideale Disziplin, die man während der Periode ausüben sollte.
Sowohl Krafttraining als auch Cardio können je nach Empfindungen, Energieniveau und Symptomen perfekt geeignet sein.
Anstatt einer festen Regel zu folgen, ist es oft sinnvoller, das Training vorübergehend anzupassen, um sich weiterhin zu bewegen und gleichzeitig die Bedürfnisse des Körpers zu respektieren.