Keratin ist bekannt für seine reparierende Wirkung auf Haut und Haare, aber im Sportbereich ist sie weniger bekannt. Dennoch besitzt sie interessante Eigenschaften für die Gesundheit von Sportlern.
Was ist Keratin?
Keratin ist ein faseriges Protein, das im Körper reichlich vorhanden ist, insbesondere in Haaren, Nägeln und Haut. Auch die äußeren Schichten der Gelenke, die die Knochen bedecken, enthalten es.
Obwohl Keratinbehandlungen in der Welt der Ästhetik bekannt sind, ist Keratin im Sportbereich viel weniger bekannt. Dennoch haben zahlreiche Studien die Anwesenheit von Keratin in den Gelenken nachgewiesen. Daher könnte eine Keratin-Supplementierung Vorteile für die Gelenke bieten.
Keratin und Gelenkgesundheit
Natürlicher Verschleiß, Gelenkverletzungen oder degenerative Erkrankungen – Gelenkschmerzen sind häufig, besonders wenn man regelmäßig Sport treibt. Um Verletzungen und Schmerzen vorzubeugen, ist es ratsam, sich zu Beginn des Trainings gut aufzuwärmen, die eigenen Grenzen zu kennen und sich gut zu dehnen.
Keratin ist in den meisten Bindegeweben vorhanden. Es enthält einen hohen Gehalt an Cystein, einer schwefelreichen Aminosäure, die hauptsächlich das Gelenkgewebe bildet. Die Schwefelatome verbinden sich miteinander, um „Cysteinbrücken“ zu bilden. Diese bilden das Keratinmolekül und gewährleisten seine Steifigkeit.
Erhaltung von Geschmeidigkeit und Beweglichkeit
Es ist auch ratsam, eine angepasste Ernährung mit viel Kollagen sowie eine gezielte Keratin-Supplementierung einzuhalten. Denn einmal im Körper, wirkt Keratin als natürliches Schmiermittel, das die Flüssigkeit der Bewegungen verbessert und das Bindegewebe stärkt.
Reduzierung von Entzündungen
Im Rahmen sportlicher Betätigung beugt Keratin Gelenkschmerzen vor, reduziert Entzündungen und unterstützt die Regeneration. Es fördert die Produktion von Antioxidantien in den Gelenken. Darüber hinaus stimuliert dieses Protein die Kollagensynthese und erhöht die Flexibilität, was die Entstehung von Muskelkater begrenzt.
Keratin hemmt die Entzündungsreaktion und reduziert dadurch Schmerzen. Auf diese Weise beschleunigt es die Gelenkregeneration, was für Menschen mit Arthrose, Arthritis oder einer trainingsbedingten Verletzung nützlich sein kann.
Wo findet man Keratin?
Keratin kann in bestimmten Lebensmitteln gefunden werden.
- Eier: Ein 50 g Ei enthält ein Drittel des täglichen Keratinbedarfs. Neben einer sehr guten Proteinquelle ist das Ei reich an Keratin.
- Fettfische sind sehr gute Keratinquellen. Im Fall von Lachs findet man zusätzlich Biotin, ein Molekül, das die Keratinproduktion unterstützt.
- Knoblauch und Zwiebeln: Sie enthalten N-Acetylcystein, das der Körper in L-Cystein, einen Bestandteil von Keratin, umwandelt. Dadurch erhöhen sie die Keratinproduktion.
- Süßkartoffel: Reich an Provitamin A-Carotinoiden, ermöglicht sie die Synthese von Keratin im Körper.
Keratin kann auch in Form von Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen werden. Es ist manchmal effektiver, Nahrungsergänzungsmittel zu verwenden, wenn die Ernährung nicht ausreicht, um den Tagesbedarf zu decken.
Achten Sie jedoch darauf, ein wasserlösliches und bioverfügbares Keratin zu wählen, um dessen Aufnahme zu gewährleisten. Die Bestandteile des Keratins dürfen nicht denaturiert sein. Achten Sie dazu auf die Extraktionsverfahren. Wenn diese korrosiv sind, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Rohstoff denaturiert und somit wenig wirksam ist.
Referenzartikel:
The effect of chronic soluble keratin supplementation in physically active individuals on body composition, blood parameters and cycling performance, Emma M. Crum, Yanita D. McLeay , Matthew J. Barnes & Stephen R.Stannard
Thiols alimentaires pendant l'exercice : défense contre le stress oxydatif, performances physiques et adaptation, Yanita McLeay, Stéphane Stannard, Stuart Houltham & Carlène Starck
Keratin hydrolysate as sports supplement
4 weeks of supplementation with keratin equals gaining 1 kilo of muscle - Scientists from the University of Massey in New Zealand report in the Journal of the International Society of Sports Nutritionhttps
Médecine du sport : pour le praticien, de Richard Amoretti, Xavier Bigard, Hugues Monod, Daniel Rivière, Pierre Rochcongar, Jacques Rodineau